Oberhausener Kaisergarten bleibt Zuhause für Waschbären

Waschbär„Kein Zoo muss seine Bestände abschaffen, die Waschbären dürfen hier bleiben“, sagte der Europaabgeordnete Jens Geier, der auf Einladung von Stefan Zimkeit in den Kaisergarten gekommen war. Waschbären sind ins Gerede gekommen, weil sie zusammen mit anderen nicht-einheimischen Tierarten großen Schaden in Europa anrichten, wenn sie frei leben. → WAZ

Ein Gedanke zu „Oberhausener Kaisergarten bleibt Zuhause für Waschbären

  1. Michael Buchmann

    Die EU-Verordnung 1143/2014 ist hinsichtlich der Waschbären eine Frechheit sondergleichen. Die Waschbären wurden im April 1934 (!) vom Forstamt Vöhl (Hessen, am Edersee) ausgesetzt (2 Paare).

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    Und nur von da aus haben sie sich dann verbreitet. Sie leben also seit zahlreichen Generationen in der BRD und sind allein schon deshalb keine invasive Tierart.
    Laut Artikel 4 (3) der EU Verordnung Nr. 1143/2014 treffen mehrere Kriterien zur Begründung, warum ein Tier „invasiv“ ist, nicht auf den Waschbären in Deutschland zu, so dass er schon aus diesem Grund weder auf die Liste gehört, noch in Deutschland ein Eingreifen durch Maßnahmen erforderlich wären.
    Eine Kosten-Nutzen- Analyse (laut Artikel 19 (1) EU Verordnung) spricht genauso dagegen wie wissenschaftliche Grundlagen bezgl. Ökonomie, Ökologie, Epidemiologie.
    Die deutschen Wildbiologen und Waschbären-Forscher des „Projektes Waschbär“ sehen zusammenfassend betrachtet, den Waschbären in Europa nach derzeitigem Wissenstand als nicht invasive Tierart im Sinne der Biodiversitäts-Konvention von Rio einzustufen.
    In Hessen gibt es seit 2016 sogar eine Schonzeit für Waschbären. Sehr zum Ärger der Jägerschaft, welche die Waschbären vollständig ausrotten möchte.
    Auch Privatleute beteiligen sich in den Waschbärengebieten mit widerlichsten, tierquälerischen, kriminellen und rechtswidrigen Methoden (z.B. Fangeisen) an dem kranken Ausrottungswahn.
    Trotz angeblicher Intelligenz begreift der Mensch immer noch nicht, dass er selbst der größte Schädling auf der Erde ist, gemessen an den Schäden, welche er in der Natur und der Umwelt anrichtet.
    Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie sich für die Waschbären im Kaiserpark einsetzen.

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