VBE fordert gleichen Lohn für alle Lehrkräfte

Deutliche Kritik an der Kommunikation des Schulministeriums mit den Schulen übt der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Die Oberhausener VBE-Vorsitzende Regina Trampnau und die stellvertretenden VBE-Landesvorsitzende Wibke Poth waren in den Landtag gekommen, um mit Stefan Zimkeit über die Schulpolitik zu sprechen.

Poth Zimkeit Trampnau

Wibke Poth, Stefan Zimkeit und Regina Trampnau.

Die Gewerkschafterinnen räumten ein, dass die Landesregierung zunächst eine Gewöhnungsphase brauchte, um richtig auf die Coronasituation zu reagieren. Inzwischen sei diese Zeit aber vorüber. „Das Ministerium kennt die Situation an den Schulen nicht“, berichtete Trampnau von den Herausforderungen, denen sich die Lehrkräfte an den Oberhausener Schulen ausgesetzt sehen. Auch Stefan Zimkeit vermisste klare Handlungskonzepte, um den Unterricht auch bei ansteigenden Infektionszahlen aufrecht zu erhalten, beispielsweise durch verkürzte Schulstunden.

Wibke Poth betonte gegenüber dem SPD-Finanzexperten Zimkeit die VBE-Forderung, alle Lehrkräfte einheitlich nach A 13 zu bezahlen. „Dafür setze ich mich schon seit langer Zeit ein“, antwortete Zimkeit. „Die Universitätsausbildung der Lehrkräfte an Grundschulen und an Gymnasien dauert inzwischen gleich lang. Es gibt keinen vernünftigen Grund für einen unterschiedliche Bezahlung.“

Die Anhebung der Besoldung ist für Zimkeit die einzige sinnvolle Möglichkeit, kurzfristig auf den Lehrermangel zu reagieren. „Landesweit sind 7000 Lehrerstellen unbesetzt, die meisten an den Grundschulen.“ Wibke Poth und Regina Trampnau unterstrichen, dass die Personalsituation gerade jetzt in Zeiten von Corona dringend verbessert werden muss.

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