Tackenberger Theodor-Heuss-Realschule im Landtag

Stefan Zimkeit hat im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Theodor-Heuss-Realschule (THR) deutliche Kritik an der Bildungspolitik der Landesregierung geübt. „CDU und FDP blicken bei ihren schulpolitischen Entscheidungen zu sehr auf die Gymnasien“, beklagte Zimkeit eine Benachteiligung der anderen Schulformen gerade auch bei der Lehrerversorgung.

LandtagDie Schülerin Rachel Schütze, die mit ihrem Sowi-Kurs den Landtag besuchte, wies auf viel Unterrichtsausfall am THR hin. „Wir müssen ja trotzdem Arbeiten schreiben und den Stoff bewältigen.“ Sowi-Lehrerin Iris Kaplan bestätigte die Tatsache, dass es zu wenig Lehrerinnen und Lehrer gebe, insbesondere auch bei der sonderpädagogischen Förderung. „Die Landesregierung hat die Gymnasien aus der Inklusion von Kindern mit Behinderungen entlassen“, sagte Zimkeit, „und überlässt diese Verantwortung nun allein den anderen Schulformen“.

Der Klimawandel war ein wichtiges Thema des Gesprächs mit den Zehntklässlern im Düsseldorfer Landtag. Auf die Frage, was die Schülerproteste in der Politik bewirkt hätten, antwortete der Landtagsabgeordnete: „Friday for Future hat uns daran erinnert, dass wir uns vehementer mit dem Klimawandel auseinandersetzen müssen. Ich glaube, das jetzt vereinbarte, aber noch nicht ausreichende Klimaschutzgesetz würde es ohne Friday for Future nicht geben“, so Stefan Zimkeit. „Wir müssen wirksam gegen den Klimawandel vorgehen und das sozial gerecht machen“, reagierte er auf Fragen, was konkret geschehen müsse. „Weniger fliegen, mehr Zug und weniger Auto fahren. Es kann aber nicht sein, dass diejenigen mit dem dicken Geldbeutel, so weiter machen wie bisher.“ Beim Klimaschutzpaket der großen Koalition sieht Zimkeit erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Der Preis für CO2 ist viel zu niedrig, und die angedachten steuerlichen Entlastungen erreichen die Niedrigverdiener nicht. Jeder, der CO2 einspart, muss finanziell profitieren“, forderte der SPD-Abgeordnete eine sozial gerechte Klimapolitik.

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