Faire Erbschaftssteuer: mehr Geld für Bildung

Stefan Zimkeit begrüßt den Vorstoß der SPD, eine umfassende Reform der Erbschaftsteuer vorzunehmen. Ziel sei es, soziale Ungleichheit zu verringern und allen Kindern bessere Bildungschancen zu eröffnen – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien.

„Leider hängen Aufstiegschancen und Lebensmöglichkeiten viel zu oft vom Wohlstand der Eltern ab“, erklärt Zimkeit. Die SPD wolle dem mit einer „fairen Erbschaftsteuer“ begegnen, deren Einnahmen gezielt in Kitas und Schulen investiert werden sollen. Das Land dürfe nicht bei der Bildung sparen, sondern müsse dort „kräftig investieren“.

Zimkeit sieht dabei erhebliches Potenzial: Durch legale Schlupflöcher würden Milliardenerben bislang häufig kaum oder gar nicht besteuert. Eine Reform könne hier Abhilfe schaffen und gleichzeitig Milliarden in die Länderhaushalte spülen.

Der SPD-Finanzexperte erläutert, wie die geplante Reform aussehen soll: „Vorgesehen ist ein Freibetrag von einer Million Euro, einmal fürs ganze Leben“, sagt Zimkeit. Die bisherige Zehn-Jahres-Regel solle entfallen – „Schluss mit wiederkehrenden Schlupflöchern!“

Auch beim Thema Wohneigentum setzt er auf Fairness: „Das Elternhaus bleibt steuerfrei, wenn Kinder es übernehmen und selbst darin wohnen.“ Aber klar sei auch: Für drei Villen soll künftig Steuer fällig werden.

Beim Betriebsvermögen sollen kleine und mittlere Unternehmen geschützt werden: „Für Unternehmen gilt ein eigener Freibetrag von fünf Millionen Euro, damit die Nachfolge gesichert bleibt.“

Mit diesen Maßnahmen will die SPD laut Zimkeit für mehr Gerechtigkeit sorgen: „Leistungslose Einkommen in Form von Millionen- und Milliardenerbschaften gefährden den sozialen Zusammenhalt.“